Über das Projekt

Im Rahmen des „Jugendschutzfilters für Schulen“ werden zentrale, webbasierte Proxy-Filterserver betrieben, die in Deutschland bedenkliche Internetinhalte aus dem Internetangebot von Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendpflege nach den Bestimmungen des Jugendschutzes, Jugendmedienschutzes und des Strafgesetzbuches herausfiltern.
Die dem Filter zugrunde liegenden Filterlisten werden täglich aktualisiert. In diese Aktualisierung fließen neben Erkenntnissen aus dem Betrieb des Jugendschutzfilters, Erkenntnisse aus dem Bereich der Polizei sowie weiterer staatlicher Stellen wie der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein.

In Zusammenarbeit mit der Polizei ist ein Präventionskonzept entstanden, das teilnehmenden und interessierten Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendpflege angeboten wird. Im Rahmen dieser Präventionsarbeit stehen die Mitarbeiter des Jugendschutzfilters für Veranstaltungen mit Erziehungsberechtigten und Jugendlichen zur Verfügung.

Weiterhin werden Fortbildungsveranstaltungen für Beschäftigte oder die Verwaltungsebene angeboten, mit dem Ziel aufzuklären und für die Problematik bedenklicher Internetinhalte zu sensibilisieren.

Betreiber des Jugendschutzfilters ist der seit 2009 gemeinnützige Verein Jugendschutzfilter für Schulen - jugendschutzfilter.net

Finanzierung

Finanziert wird der „Jugendschutzfilter für Schulen“ durch die teilnehmenden Einrichtungen. Derzeit entfällt auf jede teilnehmende Einrichtung ein Unkostenbeitrag von  125,00 EUR je Schuljahr. Im Rahmen der High-Tech-Offensive wurde der Jugendschutzfilter in der Pilotphase (2005) vom Freistaat Bayern mit einem Betrag in Höhe von 1.250,00 EUR gefördert.

Aktueller Stand

Seit Inbetriebnahme des Filterservers im April 2005 hat sich die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen kontinuierlich erhöht. Nach einer Testphase mit vier teilnehmenden Schulen wurde zum Beginn des Schuljahres 2005/2006 die Pilotphase mit 20 teilnehmenden Schulen aus dem Stadt- und Landkreisgebiet von Passau gestartet. Schon in der Pilotphase zeichnete sich ein Erfolg ab, so dass weitere Schulen in das Projekt aufgenommen werden konnten. Derzeit nutzen rund 250 Einrichtungen - Schulen aller Schultypen sowie Jugendzentren – im gesamten Bundesgebiet den „Jugendschutzfilter für Schulen“.

Vision

Ziel des Projekts „Jugendschutzfilters für Schulen“ ist, einen zentralen, bundesweiten Jugendschutzfilter für den Bereich der Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufzubauen und zu betreiben, dessen Finanzierung und Personalisierung durch die öffentliche Hand sichergestellt wird. Ausgehend von einem zentralen „Bundesserver“ sollen Jugendschutzfilter in jedem Bundesland aufgebaut und in einem gemeinsamen Netzverbund unter Einbeziehung aller verfügbaren staatlichen Stellen abgeglichen werden, so dass ein bundeseinheitlicher Standard in der Filterung bedenklicher Internetinhalte erreicht wird. Ein solcher Jugendschutzfilter sollte den entsprechenden Einrichtungen kostenfrei zur Nutzung gestellt werden.